Fischerhude. Noch vor einem Monat besuchte er ein Eiscafé in Fischerhude. Noch bis zuletzt war er als Maler aktiv und engagierte sich für das Werk seines Vaters. Nun ist Christian Modersohn an den Folgen eines Schlaganfalls gestorben.
Der 93-jährige Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse wurde 1916 in Bremen geboren und verbrachte seine Jugend in Fischerhude. Er entstammte der dritten Ehe des Künstlers Otto Modersohn mit Louise Breling. Künstlerisch gilt Christian Modersohn als letzter Vertreter der klassischen Worpsweder Schule. Er malte Landschaftsgemälde.
Auf Christian Modersohn geht die Gründung des Otto-Modersohn-Museums in Fischerhude zurück. Dieses gründete er 1974 zum Andenken an das Werk seines berühmten Vaters. Er selbst führte oft Besucher durch die Räume.
Die Trauerfeier für Christian Modersohn findet am nächsten Samstag (2. Januar) um 11 Uhr in der Liebfrauenkirche Fischerhude statt, anschließend folgt die Beisetzung auf dem Quelkhorner Friedhof.