Wulmstorf. Ein Großfeuer hat am späten Sonntagvormittag ein Einfamilienwohnhaus in der Marschstraße nahezu vollständig zerstört. Dachstuhl und Obergeschoss des Gebäudes brannten komplett aus. Das Erdgeschoss wurde durch Löschwasser erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Die beiden Bewohner, ein 78-jähriger Mann und seine gleichaltrige Ehefrau, konnten das Gebäude unverletzt verlassen. Sie mussten anschließend tatenlos mit ansehen, wie sich die Flammen immer weiter ausbreiteten.
Besondere Schwierigkeiten bereiteten die winterlichen Wetterverhältnisse. Das Löschwasser drohte in den Schläuchen zu gefrieren und Feuerwehrkameraden, die mit Spritzwasser in Berührung kamen, liefen als wandelnde Eiszapfen herum.
Die Höhe des entstandenen Schadens beläuft sich ersten Schätzungen der Polizei auf etwa 150.000 Euro.
Im Zuge der Löscharbeiten erlitten zwei am Einsatz beteiligte Feuerwehrmänner Verletzungen. Ein 35-Jähriger erlitt einen Schwächeanfall, sein ein Jahr jüngerer Kamerad trug eine Knieprellung davon. Beide mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.

Besondere Schwierigkeiten bereiteten die winterlichen Wetterverhältnisse. Feuerwehrleute, die mit Spritzwasser in Berührung kamen, liefen als wandelnde Eiszapfen herum. (Fotos: (Fotos: KFV/Dühnfahr))
Bis zum Nachmittag kämpften Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Wulmstorf, Morsum, Beppen, Blender, Thedinghausen, Verden und der Feuerwehrtechnischen Zentrale des Landkreises bei extremer Kälte gegen die Flammen an.
Um kurz nach 11 Uhr war der Brand ausgebrochen. Die Ursache ist noch unklar. Noch während der Löscharbeiten nahmen Beamte einer spezialisierten Tatortgruppe der Polizei erste Ermittlungen auf, die am Montagmorgen von Brandermittlern fortgesetzt werden sollen.