Jäger gleich mehrfach im Pech

Oyten. Viel Pech hatten am frühen Sonntagmorgen zwei Jäger auf der Autobahn 1. Mit ihrem Mercedes waren die beiden Männer nach einer nächtlichen Jagd auf dem Rückweg ins Emsland, als der 27-jährige Fahrer um kurz vor 7 Uhr in einem Baustellenbereich von der Müdigkeit übermannt wurde.

Der Wagen kam rechts von der Fahrbahn ab und streifte dort die Leitplanke. Anschließend erwischte der Mercedes auch noch einige Baustellen-Warnbarken am linken Fahrbahnrand. Dabei wurden zwei Räder so stark beschädigt, dass der Wagen abgeschleppt werden musste. Außerdem wurde die rechte Fahrzeugseite zerkratzt und eingedellt.

Bei der Unfallaufnahme machten die Beamten der Autobahnpolizei weitere Feststellungen. So transportierte der Beifahrer sein Jagdgewehr offen auf der Rücksitzbank, ohne jede Sicherung. Der Fahrer muss sich neben dem Verkehrsunfall ebenfalls den Vorwurf eines waffenrechtlichen Vergehen stellen. Er transportierte sein Jagdgewehr zwar im zugehörigen Futteral, allerdings lag diese wiederum griffbereit hinter seinem Fahrersitz. Außerdem befanden sich mehrere Schuß Munition in der Waffe. Nach dem geltenden Waffengesetz ist genau dies jedoch nicht gestattet.

Doch das war immer noch nicht alles. Der Mercedes ist auf den Bruder des Fahrers zugelassen. Da dieser körperlich schwer Behindert ist, hat er für den Wagen eine sogenannte steuerbegünstigte Zulassung. Deshalb sind Fahrten, die nicht für ihn selbst durchgeführt werden, verboten. Da die Fahrt zu einer Jagd wohl kaum dazu gehört, wurde der Mercedes wohl mißbräuchlich genutzt, teilt die Autobahnpolizei mit.

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