Achim. Für die Vorbereitung der aktuellen Ausstellung im KunstRaum der Commerzbank mussten die Organisatoren kräftig anpacken. So galt es, 50 bis 80 Kilogramm schwere Holz-Skulpturen über eine Wendeltreppe in den ersten Stock zu bringen.
„Ohne Sackkarre und die Hilfe von mehreren Personen wäre das Unterfangen schief gegangen. Aber die Arbeit hat sich gelohnt“, sagt Kunstvereins-Vorsitzende Heidrun Stöver in ihrer Eröffnungsrede.
Seit Dienstag stellt der Bremer Bildhauer Markus Keuler lebensgroße Holz-Skulpturen aus. Seit 2001 porträtiert er Menschen mit Down-Syndrom. Die Einführungsrede hielt der Künstler selbst. „Die Natur bietet eine so unendliche Vielfalt an Farben, Formen und Oberflächen, dass es eigentlich viel zu komplex ist, alles zu begreifen“, so Markus Keuler.
Deshalb hat seiner Meinung nach die Bildhauerei viel mit Ordnen und Reduzieren zu tun. „Ich suche nach den wesentlichen Zusammenhängen der Formenvielfalt. Ich räume auf, sortiere, trenne und fasse dann wieder zusammen – schon kommen Dinge zustande, die von der Natur abgeleitet sind.“
Eine Überraschung hatte Commerzbank-Filialleiter Jörn Gellermann für den Kunstverein parat. „In der Einladung stand, dass es die letzte Ausstellung in unseren Räumen sein wird. Das ist überholt. Heute Morgen habe ich das O.K. bekommen, dass der KunstRaum bis Ende 2010 genutzt werden kann“, so Jörn Gellermann, dersich auf weitere kreative Ausstellungen freut.
„Für uns kommt das wie gerufen, denn der KunstRaum bietet uns im Jubiläumsjahr viele Möglichkeiten“, sagt Kunstverein-Vorsitzende Heidrun Stöver. Nach Ende der aktuellen Ausstellung am 17. April sollen über die Sommermonate Kinder und Jugendliche ihre Arbeiten zeigen. Im Herbst folgt eine Einzelausstellung.