5000 Euro für die Achimer Tafel

Achim. Über eine stolze Spende in Höhe von 5000 Euro kann sich der Achimer Tafelverein freuen. Das Geld hat der Lions-Club Achim in der vergangenen Adventszeit zusammengebracht: Auf Wochen- und Weihnachtsmärkten haben die Mitglieder Adventskalender verkauft.

Spendenübergabe vor dem Tafelhaus.

Spendenübergabe vor dem Tafelhaus.

Die Einnahmen haben sie dann auf 5000 Euro aufgestockt. Gestern übergaben Lions-Präsident Matthias Preusche und Pressereferent Joachim Tiedau symbolisch den Spendenscheck an Ute Barth-Hajen und Reiner Kunze von der Tafel.

„Die Adventszeit ist nun schon etwas her, aber da wir am kommenden Montag, wie jedes Jahr, einen neuen Präsidenten wählen, wollen wir vorher immer etwas Gutes tun“, sagt Matthias Preusche, der sein Amt an Hans Kappler übergeben wird. Nach 2008 ist es bereits das zweite Mal, dass die Adventskalender-Spende der Lions an die Tafel geht. „Ob wir die Einrichtung im kommenden Jahr erneut unterstützen oder ob wir das vielleicht dauerhaft im Zweijahresrhythmus machen wollen, muss der nächste Vorstand entscheiden“, so Club-Präsident Preusche.

Tafel-Vorsitzender Reiner Kunze sprach dem Lions-Club seinen Dank aus. Er und Ute Barth-Hajen, ebenfalls im Vorstand aktiv, haben schon Pläne für die Verwendung der 5000 Euro. So soll in den Sommermonaten das Achimer Tafelhaus renoviert werden. „Auch die Tafel unterliegt der strengen Lebensmittelüberwachung. Unser Fußboden ist inzwischen stark abgenutzt, und den müssen wir dringend erneuern“, so Rainer Kunze. Bei dieser Gelegenheit wollen die ehrenamtlichen Helfer auch gleich die Abläufe im Tafelhaus verändern. Dadurch erhoffen sie sich, die Warenausgabe sowohl für Mitarbeiter als auch Kunden effektiver zu machen.

Die restliche Summe soll in die Rücklage des Vereins fließen, von der unter anderem die laufenden Kosten wie Miete, Benzin für die Fahrzeuge, Strom und Wasser finanziert werden.

Neben dem Achimer Tafelhaus gibt es seit anderthalb Jahren einen Standort im Bassener Blocks Huus. Von der aus werden auch die Kunden aus Oyten und Ottersberg versorgt. „Die Kundenzahl hat sich dort in einem Jahr verdoppelt“, sagt Rainer Kunze. Er vermutet, dass das neue Sparprogramm der Bundesregierung sich auch auf die Kunden auswirkt, die Tafel künftig also noch mehr zu tun haben wird.

Vor einer Woche haben die Mitglieder eine neue Außenstelle in Lunsen eröffnet. Dort können sich Menschen aus der Samtgemeinde Thedinghausen mit Lebensmitteln eindecken – jedoch ohne die Region Blender, die zur Verdener Tafel gehört. „Für Lunsen erwarten wir eine ähnliche Entwicklung wie in Bassen“, so Ute Barth-Hajen. Inzwischen versorgen die drei Ausgabestellen wöchentlich fast 200 Berechtigte mit Lebensmitteln, Tendenz steigend. „200 – das klingt wenig. Man darf aber nicht vergessen, dass hinter jedem eine Familie steckt. Teilweise Großfamilien, die aus bis zu 15 Köpfen bestehen“, so Kunze.

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