Achim. Eine wahres Fußballfest, bereits eine Woche vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika, wurde am Sonnabend auf dem Bibliotheksplatz gefeiert. Mehrere Dutzend, meist junge Leute gingen bei einem Fußball-Turnier an den Start.

Obwohl das Spielfeld mit seinen 10 mal 15 Metern nicht sehr groß war, lieferten sich die Teams temporeiche Partien.
Der Startschuss für das Turnier fiel bereits am Freitagnachmittag auf dem Sommerfest vor dem Bürgerzentrum in der Magdeburger Straße. Auf dem dortigen Kleinspielfeld traten die Teams zu einer Vorrunde an. Der Hauptteil der Partien fand jedoch einen Tag später auf dem Bibliotheksplatz statt.
„Leider konnten einige Spieler nur am Freitag spielen, weil sie am Sonnabend mit ihren Vereinen Pflichtspiele bestreiten mussten“, erzählt Sozialarbeiter Jan-Henning Göttsche. Der Mitarbeiter des Vereins für sozialpädagogische Familien- und Lebenshilfe, kurz SoFa, hatte das Turnier im Rahmen der Aktion „BallArbeit“ organisiert. Neben dem Fußballturnier gehört beispielsweise eine Ausstellung im Bürgerzentrum dazu.
Nach ersten Planungen sollten 32 Vierer-Teams mit Jugendlichen ab 14 Jahren im WM-Modus den Weltmeister ermitteln. Doch nicht ganz so viele Teilnehmer meldeten sich an. Deshalb machten 14 Teams den Sieger unter sich aus. Warum sich trotz sonnigen Wetters nur so wenige Teilnehmer finden ließen, ist Jan-Henning Göttsche ein Rätsel. Schließlich steht ein solcher „Street-Soccer-Court“ nicht jeden Tag in der Innenstadt und das Umfeld des Fußball-Turniers stimmte auch. Beispielsweise legte ein Discjockey Platten auf, und in den Pausen wurde gegrillt.
Bei den Teilnehmern kam der spezielle Bolzplatz gut an. Talentierte Spieler tricksten ihre Gegner durch reichlich Bandenspiel und schnelles Abspielen aus. „Ich verstehe nicht, wieso es in der Innenstadt nicht dauerhaft ein solches Fußballfeld gibt. Das würde doch viele Jugendliche in die Fußgängerzone locken“, sagt Mohammed. Der Jugendliche kann sich gut vorstellen, dass dort weitere Turniere ausgetragen werden könnten. So sieht es auch Ali, der als möglichen Standort für den Court sofort auf den Rathauspark oder die Wiese hinter dem Amtsgericht verweist.
Zwar müssen die Achimer während der Fußball-Weltmeisterschaft auf einen Fußballplatz in ihrer Stadtmitte verzichten, gebolzt werden kann aber trotzdem, wenn auch nur auf eine Torwand. Diese wird an fünf Terminen jeweils Sonnabend von 10.30 bis 13 Uhr auf dem Bibliotheksplatz aufgebaut.
„Für zwei Euro pro Durchgang, drei Bälle oben und drei unten, kann jeder sein Glück versuchen“, erzählt Achims Marktmeister Manfred Masanek. Wer mindestens dreimal trifft, wird notiert. Die besten drei Schützen erhalten am letzten Aktionstag einen Präsentkorb von den Beschickern des Wochenmarktes. Das Geld soll für einen guten Zweck gestiftet werden.