Horstedt. Für Mitglieder der Jugendfeuerwehren sind Spiele ohne Grenzen immer knifflige, aber auch spaßige Leistungsprüfungen. Besonders wenn es im Sommer zu den Wettkämpfen der Feuerwehr Horstedt geht. Diesmal beteiligten sich 14 Jugendfeuerwehren.
In diesem Jahr hatten sich die Horstedter wieder viele ulkige Leistungsprüfungen ausgedacht. Bei einem Rundgang durch das Dorf musste beispielsweise eine künstliche Kuh gemolken werden. Nicht bei allen Teams spritzte die Milch auf Anhieb aus dem Gummieuter.
Sprichwörtlich den Kopf hinhalten mussten Lars und Ariane aus Ottersberg bei einem Wettkampf im Garten eines Bauernhofes. Auf Helmen waren Behälter montiert, mit denen sie durch die Luft fliegende Schwämme auffangen sollten. Stellten sie sich geschickt an und konnten die durchnässten Wurfgeschosse mit dem Kopf einfangen, sicherten sie sich wertvolle Punkte. „Horstedt ist bei uns bekannt für seine tollen Wettkämpfe“, sagt Markus Rippe. Er Betreut als Jugendfeuerwehrwart die Mannschaft aus Ottersberg.
Klitschnass ging es auch bei einem Tarzan-Spiel zu. Über ein schmales Seil sollten die Teenager nacheinander über ein Wasserbecken balancieren. Dabei half eine weitere Leine, an der sich die Kinder festhalten konnten.
Wie man in Rekordzeit über das Becken kommt, zeigte Feuerwehrmann Reinhard Grams. In seiner guten Uniform schaffte der Horstedter die zehn Meter Strecke in wenigen Sekunden und erhielt für diese Leistung einen tosenden Applaus der umstehenden Jugendfeuerwehr-Teams.
Währenddessen mussten sich die Jugendlichen aus Oyten konzentrieren. Sie hatten 30 Sekunden Zeit, sich Feuerwehr-Gerätschaften, die auf einem Anhänger lagen, zu merken. Anschließend mussten sie die passenden Fachbegriffe auf kleinen Kärtchen nach der richtigen Reihenfolge sortieren. Die Aufgabe meisterte das Team in knapp über einer Minute, erhielt allerdings einen Strafpunkt, denn die Mannschaft hatte ein Übergangsstück falsch gekennzeichnet.
Die Spiele ohne Grenzen werden in Horstedt seit dem Jahr 1978 ausgetragen. Ermöglicht wurden sie von einer Gruppe Camper. Diese haben während zwei Sommerfesten Geld für einen neuen Spielplatz gesammelt. Als dieser fertig war, aber weiter Spenden eingingen, wurde die vierstellige Summe der Ortsfeuerwehr gegeben, damit diese eine Veranstaltung für Kinder und Jugendliche veranstalten konnte.
Am späten Nachmittag stand die Siegerehrung für die besten Teams an. Der Wanderpokal bleibt für ein weiteres Jahr bei den Vorjahressiegern aus Uphusen (138 Punkte). Auf dein weiteren Rängen folgen Baden (129), Gödestorf (117), Horstedt (113) und Völkersen/Daverden (110).