Jugend und Aktive üben gemeinsam
Verden (mik). Mit spitzen Fingern legt der Jugendfeuerwehrmann Hand an den "Verletzten". Klar weiß er, dass hier nur eine Puppe liegt. Und dass die blutende "Kopfwunde" aus Ketschup besteht, kann jeder deutlich riechen. Trotzdem nimmt der junge Mann seinen Job ernst - an den Puppenschädel gehört ein Verband. Die Verletztenversorgung war nur ein Element einer gemeinsamen Übung von Jugendfeuerwehr und den Aktiven der Ortsfeuerwehr Eitze am Freitag.
Ortsbrandmeister Frank Gundlack hatte schon länger an der ungewöhnlichen Übung gefeilt. Eine Hofstelle an der Weitzmühlener Straße war der Einsatzort. Aber diesmal ging es nicht darum, allein die Aktiven zu schulen, sondern gemeinsam mit den Jugendlichen eine Übung zu absolvieren - jeweils ein Erwachsener und ein Jugendlicher Hand in Hand. Für die große Gruppe mit rund 40 Beteiligten reichte das Tragkraftspritzenfahrzeug der Eitzer Wehr nicht aus, aus verschiedenen anderen Ortsfeuerwehren erbat sich Gundlack Fahrzeuge als Unterstützung.
Gegen 18.20 Uhr begann die Übung ganz realistisch mit einer Alarmierung über die Funkmeldeempfänger. Fahrzeug für Fahrzeug rückte vom Feuerwehrhaus zum Einsatzort ab. Die dort zu absolvierenden Aufgaben standen einem Ernstfall in nichts nach: Wasserversorgung aus einem Teich aufbauen, Menschenrettung aus dem mit Disconebel verqualmten Gebäude, Versorgung von zwei Patienten - und natürlich der Löschangriff selbst. Das es dabei mitunter kräftig regnete, tat der Begeisterung insbesondere bei den Jugenfeuerwehrleuten, keinen Abbruch.
Nach rund einer Stunde galt das Feuer als gelöscht - der Abend klang mit einem gemeinsamen Grillfest im Feuerwehrhaus aus.