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Artenschutzkontrolle auf dem Flohmarkt



Verden (uwf). Vor dem Hintergrund des Artenschutzes führten am vergangenen Wochenende Fachleute des Landkreises sowie der Polizei Kontrollen auf der Flohmarktmeile in Verden durch. Die Beamten staunten nicht schlecht, was sie an manchen Ständen entdeckten. So wurde neben einer lebenden Vogelspinne auch ein Paar Damenschuhe aus Schlangenleder, Handtaschen und Gürtel aus Reptilienleder und präparierte Vögel beschlagnahmt.

Monika Kleuker, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Verden / Osterholz, begutachtet die sichergestellten Exemplare.
  „Grundsätzlich stellt der globale Handel mit gefangenen Wildtieren und gesammelten Wildpflanzen eine Gefährdung für den Fortbestand vieler Arten in der freien Natur dar. Neben der Lebensraumzerstörung ist die Entnahme von Tieren aus der Natur zu Handelszwecken eine erhebliche Gefährdungsursache. Um solche Arten vor ihrer drohenden Ausrottung zu bewahren, bestehen für den Handel bestimmte Einschränkungen und Pflichten. Teils besteht für Tiere oder aus ihnen gewonnene Erzeugnisse grundsätzlich ein Besitz- und Vermarktungsverbot“, erklärt Monika Kleuker, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Verden / Osterholz.

Unter diesem Gesichtspunkt überprüften eine Mitarbeiterin der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Verden sowie zwei fachkundige Beamte der Polizeiinspektion Verden / Osterholz die Verkaufsstände.
Bereits nach kurzer Zeit fand die Kontrollgruppe einen Verkaufsstand, an dem zwei präparierte Krokodile angeboten wurden. Auf Nachfrage sprachen die Verkäufer von Altbesitz. Der Verkauf dieser Präparate wurde sofort unterbunden, die Tiere wurden zu Beweiszwecken sichergestellt. Nach entsprechender Prüfung durch die untere Naturschutzbehörde erwartet die Verkäufer vermutlich ein Bußgeldverfahren.

Im Anschluss konnten an diversen Verkaufsständen weitere Präparate und aus Tieren gewonnene Erzeugnisse sichergestellt werden, zum Beispiel eine Vogelspinne in einem transparenten Schaukasten, ein Paar Damenschuhe aus Schlangenleder, Handtaschen und Gürtel aus Reptilienleder und präparierte Vögel. „Das Ergebnis zeigt deutlich, dass derartige Kontrollen fortgesetzt werden müssen“, sagt Monika Kleuker.
 
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